Schlagwort-Archive: Jan Werner

33. Sitzung am 27. September: Noten des Hasses

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33. Sitzung am 27. September: Noten des Hasses

In der 33. Sitzung widmeten wir uns erstmals der Causa „Toni Stadler“. Stadler war ein umtriebiger Neonazi aus der Lausitz (Guben, Cottbus) und förmlich verpflichteter V-Mann des Brandenburger Verfassungsschutzes. Es waren der ehemalige Richter Hans-Jürgen Brüning, der Stadler im November 2002 verurteilt hatte, und Oberstaatsanwalt Jürgen Heinke aus Berlin geladen. Weiterlesen

32. Sitzung am 31. August 2018: Schuld und Sühne

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32. Sitzung am 31. August 2018: Schuld und Sühne

In dieser Sitzung trat zutage, welche Faktoren den „NSU“ mit ermöglicht haben. Der unzugängliche Zeuge Cremer war Leiter der Abteilung Rechtsextremismus beim BfV und mehrfach in die Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz Brandenburg involviert. In seiner zweiten Vernehmung offenbarte der Zeuge Milbradt seine persönliche Verantwortung für eine unterlassene Weitergabe der „Piatto“-Meldungen zum NSU-Trio an die Strafverfolgungsbehörden. Weiterlesen

31. Sitzung am 30. August 2018: Das V steht für Verrat

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31. Sitzung am 30. August 2018: Das V steht für Verrat

Die Zeug_Innen Steffi F., Dirk S. und Kai M. waren in den 1990er Jahren Mitglieder der Nazi-Szene in Brandenburg und teilweise eng mit den sächsischen „Blood & Honour“-Strukturen verbunden. Der Zeuge Dr. Förster leitete im „Sommer 1998“ den Brandenburger Verfassungsschutz. Den Spannungsbogen der Sitzung bildeten Anhaltspunkte einer direkten finanziellen Unterstützung des „NSU“ durch „Blood&Honour“-Bands sowie die vorsätzlich unterlassene Weitergabe der „Piatto“-Meldungen zum NSU-Trio an die Strafverfolgungsbehörden. Weiterlesen

28. Sitzung am 15. Juni 2018 – Die Kunst der Vernehmung

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28. Sitzung am 15. Juni 2018 – Die Kunst der Vernehmung: Szenezeugen und ein redlicher Gefangener

Am Freitag, den 15. Juni 2018 wurden der Potsdamer Neonazi Uwe Menzel, ein ehemaliger Gefangener der JVA Brandenburg a.d.H. und „Aussteiger“ Ralf Luckow aus Königs Wusterhausen vernommen. Thematisch ging es um Menzels Verbindungen in die Chemnitzer NSU-Szene, die Herstellung des Fanzines „Weißer Wolf“ in der JVA und Waffendeals in Königs Wusterhausen Anfang 2000. Weiterlesen

27. Sitzung am 11. Juni 2018 – Quelle ohne Führung

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27. Sitzung am 11. Juni 2018 „Quelle ohne Führung – von Doppelagenten und Räuberpistolen“

In einer Sondersitzung des NSU-Untersuchungsausschusses wurde am Montag, dem 11. Juni 2018 unser Hauptzeuge zum NSU-Komplex befragt: Carsten Szczepanski, in den 1990er Jahren eine zentrale Figur der Neonaziszene und gleichzeitig „Top-Quelle“ des Brandenburger Verfassungsschutzes. Weiterlesen

26. Sitzung am 4. Mai 2018 – Von Kollateralschäden und Unschuldslämmern

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Bericht zur 26. Sitzung am 4. Mai 2018 

Von Kollateralschäden und Unschuldslämmern

Am Freitag, den 4. Mai 2018, fand im Landtag die 26. Sitzung des NSU-Untersuchungsausschusses statt. Als Zeugen wurden gehört: Hasso Lieber, zwischen 1998 und 1999 für 11 Monate Leiter des Brandenburger Verfassungsschutzes, sein Nachfolger, Heiner Wegesin und zuletzt Henning P., in den 1990er Jahren eine zentrale Figur auch der „Blood & Honour“-Szene in Brandenburg und bis zu dessen Enttarnung, einer der engsten Freunde Carsten Szczepanskis. Weiterlesen

24. Sitzung am 20. April 2018 – Von Auswertern, Beschaffern und Führern

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Bericht 24. Sitzung des NSU-Untersuchungsausschuss am 20.4.2018

Am 20.4.2018 absolvierten die Abgeordneten des NSU-Untersuchungsausschuss des Potsdamer Landtags eine weitere Marathonsitzung. In insgesamt elfstündiger Sitzung wurden drei Zeugen vernommen: Peter Giebler, ehemaliger Referatsleiter des Brandenburger Verfassungsschutz, der heutige Präsident des LfV Sachsen, Gordian Meyer-Plath, welcher in den 1990er Jahren im hiesigen Verfassungsschutz sowohl als Referent der Auswertung als auch bei der Beschaffung eingesetzt war, bevor er in den 2000er Jahren zum Referatsleiter der Auswertungsabteilung aufstieg, und R. G., der langjährige V-Mann-Führer Carsten Szczepanskis. Weiterlesen

22./23. Sitzung am 22./23. März 2018 Der Fall „Piatto“ – Spurensuche in Brandenburg

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In den Sitzungen am 22. und 23. März 2018 richtete sich unser Aufklärungsinteresse weiter auf den Fall „Piatto“ alias Carsten Szczepanski. Schwerpunkt waren die sogenannten Deckblattmeldungen, die der Brandenburger Verfassungsschutz auf seinen Informationen beruhend anfertigte und in denen im Sommer 1998 in vier Fällen das spätere „NSU-Trio“ auftauchte. Ein weiteres Ziel war, sichtbar zu machen, ob und wie „Piatto“ durch seine Fallführer gesteuert wurde. Weiterlesen

Der Sommer 1998 und das brandenburger Unterstützernetzwerk des späteren „NSU“

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Nach eingehender Befassung mit den uns verfügbaren Aktenbeständen haben sich einige neue Anknüpfungspunkte ergeben, die wir hier im Zusammenhang des Untersuchungsausschusses erläutern wollen, soweit diese Informationen nicht dem Geheimschutz unterliegen. Das Jahr 1998 ist ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt des NSU-Komplexes, vor allem aus Brandenburger Sicht. Weiterlesen

„Blood & Honour“ und der „NSU“

Published / by Isabelle Vandre

Das in England gegründete rechtsextreme Netzwerk „Blood & Honour“, benannt nach dem Losungswort der Hitlerjugend, verbreitet seit den 1980er Jahren weltweit neonazistische Musik. Unter der Bezeichnung „Combat 18“ wird gleichzeitig die Bildung terroristischer Kleinstgruppen propagiert.

In Deutschland bildeten sich ab 1994 die „Division Deutschland“, angeführt vom Berlin Stephan L., und nachfolgend bis zu 20 länderspezifische Sektionen heraus. Nach neuesten Informationen wurde Stephan L. seit 1997 als so genannte V-Person des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) unter dem Decknamen „Nias“ geführt, nachdem er hierzu vom Landeskriminalamt (LKA) Berlin „vermittelt“ wurde. Das geht aus Recherchen der ARD-Politikmagazine Report Mainz, Report München und Fakt hervor. Weiterlesen